13. Juli 2026

Praxiswissen für die Energiewende: Anex und Coex im Lehrauftrag der ZHAW

Die Planung nachhaltiger Energiesysteme für die Dekarbonisierung sind zentrale Aufgaben der heutigen Zeit. Entsprechend gross ist die Nachfrage nach fundierter Weiterbildung. Im CAS-Studiengang «Energiesysteme für klimaneutrale Areale und Quartiere» der ZHAW vermitteln Fachleute von Anex und Coex wertvolles Wissen direkt aus dem Planungsalltag.

Überall in der Schweiz wird aktuell intensiv an der Energiezukunft gebaut. Wenn komplexe Projekte gelingen sollen, braucht es das Zusammenspiel verschiedenster Fachdisziplinen. Für Anex und Coex ist die Anfrage der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften eine schöne Bestätigung dafür, dass die solide Qualität ihrer täglichen Arbeit in der Branche geschätzt wird. Neben anderen Dozierenden bringen die Fachleute beider Unternehmen zu den folgenden Themen ihre realen Projekterfahrungen direkt in den Lehrplan ein:

Ein CAS für die Generalisten der Praxis

Der Studiengang richtet sich an ein sehr breites Publikum, das die Vielfalt der heutigen Energiebranche widerspiegelt. Vom Heizungsmonteur, Elektrofachpersonen über Maschineningenieure bis hin zu Juristen und Fachkräften grosser Energiedienstleister ist alles vertreten. Ziel des CAS ist es, den Teilnehmenden das Werkzeug in die Hand zu geben, um Energiesysteme ganzheitlich zu betrachten. Sven Trecco von Anex schätzt diesen bunten Mix im Unterrichtsraum sehr: «Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedliche Berufsgruppen auf dasselbe Problem blicken. Wir wollen ihnen das nötige Rüstzeug mitgeben, damit sie Projekte erfolgreich anstossen können.» Dabei steht das grosse Ganze im Vordergrund. Es gilt zu verstehen, welche Stakeholder abgeholt werden müssen, wo die kritischen Punkte bei der Umsetzung sind und wie komplexe Zusammenhänge verständlich auf den Punkt gebracht werden. Patrick Wicki von Coex ergänzt: «Man muss technisch nicht jede Komponente im Detail beherrschen. Viel wichtiger ist es, das System als Ganzes plausibilisieren zu können.»

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg 

Die Themenvielfalt, die von den Dozierenden von Anex und Coex vermittelt wird, spiegelt die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Partnerunternehmen im Projektalltag wider. Die erfolgreiche Entwicklung eines Energiesystems erfordert das nahtlose Zusammenspiel unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie eine übergeordnete Betrachtung aller relevanten Faktoren, wobei auch zukünftige Veränderungen berücksichtigt werden. 

Dabei greifen alle Projektphasen ineinander:

  • Bedürfnisanalyse & Strategieentwicklung
  • Planung & Ausführung
  • Qualitätssicherung & Betriebsoptimierung

Je früher die verschiedenen Fachkompetenzen in eine Aufgabenstellung eingebunden werden, desto grösser sind die Möglichkeiten, um in der Planungsphase nachhaltige, wirtschaftliche und technisch optimale Lösungen zu entwickeln.

In den Vorlesungen und Exkursionen – beispielsweise zum Wärmeverbund in Uster – steht die praxisnahe Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Anhand realer Projekte erleben die Teilnehmenden, wie die einzelnen theoretischen Bausteine in der Praxis ineinandergreifen und welchen Beitrag das interdisziplinäre Zusammenspiel zur Entwicklung langfristig erfolgreicher, flexibler und effizienter Energiesysteme leistet.

Lernen ist keine Einbahnstrasse

Obwohl die Vorbereitung und Durchführung der Module im Arbeitsalltag einen spürbaren Extraaufwand bedeuten, nehmen die Beteiligten diesen gerne auf sich. Der Unterricht mit den Studierenden wird nämlich keineswegs als reine Einbahnstrasse verstanden. Da das Publikum mitten im Berufsleben steht, werden die präsentierten Ansätze in den Vorlesungen durchaus kritisch hinterfragt. Jakob Scherer schätzt diesen Dialog auf Augenhöhe: «Die Schulung ist für uns hochinteressant, weil wir durch die Fragen der Teilnehmenden auch wertvolle Impulse aus anderen Projekten zurückbekommen. Es findet ein echter Wissenstransfer in beide Richtungen statt.» Dazu gehört auch eine offene Fehlerkultur. Wenn in den Vorlesungen unverblümt darüber gesprochen wird, was in vergangenen Projekten einmal nicht optimal lief und wie schliesslich eine Lösung gefunden wurde, bietet das für alle Seiten den grössten Lerneffekt.

Ein solides Fundament für die Praxis

Am Ende geht es bei diesem Engagement vor allem darum, greifbare Kompetenz zu teilen und sich im Markt als verlässliche Partner zu positionieren. Durch das Mitwirken an vorderster Front der Weiterbildung bleiben die Firmen auch selbst nah am Puls der aktuellen Entwicklung. Mariano Della Chiesa fasst den Gedanken zusammen: «Wir geben unsere Praxiserfahrung offen weiter. Die Erkenntnisse aus dem Austausch an der Hochschule setzen wir wiederum in den kommenden Projekten für unsere Kunden ein.» Indem Anex und Coex den direkten Draht zu den Fachhochschulen pflegen, leisten sie einen pragmatischen und bodenständigen Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.


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