Marianne Wüthrich Gross, Co-Geschäftsleiterin von Hug, gibt Einblick in das Familienunternehmen Hug und deren Gründe für eine Standorterweiterung

Gastreferent Marcel Hug erzählt aus seinem Leben als Paralympic Sportler - über Höhen und Tiefen und wie man damit umgeht

Hygienemassnahmen für alle bevor der geführte Rundgang in der Produktion starten kann.

Der geführte Rundgang durch die Produktion war beeindruckend und spannend zugleich

Moderne Produktionsräume mit Tageslicht

Natürlich durften beim anschliessenden Apéro die feinen Hug-Produkte nicht fehlen

AnexKonkret 2022: Standorterweiterung Hug in Malters

Datum: 30. Juni 2022
Ort: Familienbetrieb Hug AG, Malters
Gastreferent: Marcel Hug, Schweizer Rollstuhlsportler und mehrfacher Paralympics-Medaillengewinner, auch bekannt als «Swiss Silver Bullet»

Moderner Produktionsstandort gerüstet für die Zukunft

Ein weiterer, spannender Anlass in der Serie AnexKonkret ermöglichte den Teilnehmenden einen Einblick in den Erweiterungsneubau des Familienbetriebs Hug in Malters. Seit 1913 wird am Standort gebacken: angefangen hat alles mit dem bekannten Hug-Zwieback, heute laufen feinste Biscuits bis hin zu Gastronomieprodukten, die in die ganze Welt verschickt werden, über die Bänder. Der Entscheid, den Produktionsstandort für die Wernli Biscuits von Trimbach nach Malters zu verlegen, sowie die steigende Nachfrage der Hug-Produkte am Schweizer und internationalen Markt, erforderte die Erweiterung des Produktionsstandort in Malters. Die Produktionskapazitäten wurden verdoppelt.

 

«Mit dem modernen Neubau, der seit Mitte 2020 schrittweise in Betrieb genommen wurde, ist die Firma Hug gerüstet für die Zukunft», so Marianne Wüthrich Gross, Co-Geschäftsleiterin von Hug AG. Neben Optimierungen in den Prozessen der Produktion und Logistik wurde auch die Vision eines CO2-optimierten Betriebs umgesetzt. Mit dem innovativen Energiekonzept konnten Einsparungen von 85% der CO2 -Emissionen für den Betrieb des Gebäudes erzielt werden. Zur Deckung des Wärmebedarfs werden keinerlei fossilen Energieträger eingesetzt und der Kältebedarf wird vorwiegend mit Freecooling (Grundwasser) abgedeckt. (Die Backprozesse sind dabei jeweils ausgenommen.)  Der Strom stammt aus 100% schweizerischer Wasserkraft und es kommen natürliche Kältemittel zum Einsatz.

 

Ein aufschlussreicher Rundgang durch die Backanlagen von Hug zeigte die Komplexität der Technik auf: Im einen Bereich werden Schokoladeplättchen gegossen und im anderen Dar-Vida Vollkorngebäck gebacken. Dabei spielen die richtigen Raumtemperaturen und die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. 

 

Mit der Inbetriebnahme des neuen Backhauses beginnt die Ära der 5. Hug-Generation. 

Schlüsselprojekt für Anex

Nach dem Start-up von Anex Ingenieure Anfang 2017 beauftragte uns die Firma Hug für den Erweiterungsneubau in Malters. Wir durften das Energiekonzept sowie die gesamte Gebäudetechnik planen und ausführen. Die seit Projektbeginn andauernde Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen und transparenter Kommunikation.

 

«Als junges Unternehmen war dieses Projekt besonders wichtig für uns, insbesondere  weil die Firma Hug an Anex und die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter:innen geglaubt  hat. Wir waren stolz, einen namhaften Kunden in der Industrielandschaft Schweiz zu unseren ersten Auftraggebern zählen zu dürfen  - das hat uns bestärkt in unserer strategischen Ausrichtung.»

Thomas Gautschi, Geschäftsführer Anex Ingenieure AG

 

Thomas Gautschi erläutert den Teilnehmenden das Projekt aus gebäudetechnischer Sicht und gibt Einblick in Schwerpunkte des Energiekonzepts

 

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Goldmedaillen und Weltrekorde

Als Gastreferent durften wir Marcel Hug, den bekannten Schweizer Rollstuhlsportler, begrüssen, der sich als «Swiss Silver Bullet» einen Namen gemacht hat. Seit 2010 als Profisportler unterwegs, hat er neulich an den Paralympic Games in Tokio vier Goldmedaillen gewonnen, womit er mehr als 44 Goldmedaillen zählt. Als weiteres Highlight in Tokio stellte er seinen zweiten Weltrekord auf, diesen im Wettkampf über 1500 m.

An diesem Anlass lernten wir Marcel als ehrgeizigen, aber auch ausgeglichenen  Spitzensportler kennen. In einem beeindruckenden Referat erzählte er über seine Erfolge und wie er mit mentalen wie physischen Herausforderungen umgeht. Er gewährte uns einen Einblick in sein Engagement bei der Entwicklung und Herstellung des schnellsten Rollstuhls der Welt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Sauber F1 Rennstall und der ETH Zürich speziell für Marcel angefertigt.

Die Firma Hug ist seit 2005 persönlicher Sponsor von Marcel Hug.

 

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