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Luftaufnahme Familienheim-Genossenschaftsbauten in Zürich

Eine von sechs Energiezentralen des Anergienetz Friesenberg

Vermittlung von Hintergrundinformationen in der Technikzentrale

Vermittlung von Hintergrundinformationen in der Technikzentrale

AnexKonkret 2020: Anergienetz Friesenberg

Datum: Herbst 2020
Ort: Familienheim-Genossenschaft Zürich
Gastreferentinnen: Silvia Banfi Frost, Energiebautragte der Stadt Zürich und Daniela Ziswiler, stv. Geschäftsführerin Familienheim-Genossenschaft Zürich

Pionierprojekt leistet Beitrag zur Erreichung der Klimaziele

Der diesjährige Kundenevent AnexKonkret stellte das Pionierprojekt «Anergienetz Friesenberg» der Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) vor. Das Projekt steht für ein nachhaltiges Energiekonzept, welches durch die umfassende Abwärmenutzung aus Dienstleistungsprozessen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leistet. 

Von der Vision zur Umsetzung

Matthias Kolb, Mitglied der Geschäftsleitung, eröffnete den Anlass mit einer kurzen Einführung. Darauffolgend stellte Daniela Ziswiler, Stv. Geschäftsführerin der FGZ, die Vision der Familienheim-Genossenschaft vor. Die Grundpfeiler der Vision sind Solidarität, die Erhaltung eines durchgrünten Wohnquartiers und die Schaffung  von ökologischen Pionierleistungen. Durch die Entstehung  des eigenen Anergienetzes  wurde ein wichtiger Grundstein dafür gelegt. Die CO2 Emissionen des Wohnquartiers am Friesenberg sollen bis ins Jahr 2040 um 90% bzw. 8'000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. 

 

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Spannende Einblicke in die Energiezukunft der Stadt Zürich

Im zweiten Teil stellte Silvia Banfi Frost, Energiebeauftragte der Stadt Zürich, die Energiestrategie der Stadt Zürich eindrücklich vor. Die Klimaziele und der Weg in Richtung 2000-Watt Gesellschaft sind klar gesteckt. Treibhausgase im Stadtgebiet konnten seit 1990 bereits um 30% gesenkt werden, was eine erfreuliche Entwicklung darstellt. Als grosser Hebel für die weitere Treibhausgasemissionen wurden neben dem Ersatz von fossil betriebenen Fahrzeugen auch der Ersatz von Öl- und Gasheizungen, energetische Optimierungen und der Ausbau thermischer Netze genannt.  

Die Stadt Zürich prüft derzeit, ihr Klimaschutzziel auf «Netto Null» Treibhausgase anzupassen. Um dies in den kommenden Jahren erreichen zu können, müssten 60% des Stadtgebietes über Heizungsersatz und energetische Optimierung (Ausbau Fernwärme aus Abfall, Seewasser, Abwasser) versorgt werden. Dazu wären verschiedene Massnahmen erforderlich, wie beispielsweise 

  • zusätzliche Fördergelder für Heizungsersatz, Gebäudehülle und Photovoltaik
  • Stärkung des Beratungsangebots 
  • transparente Bewilligungsverfahren 
  • die Attraktivität der Anschlüsse und die Anschlussdichte sicherstellen 
  • Übergangslösungen und Vorinvestitionen ermöglichen 
  • fossile Spitzenlastabdeckung durch erneuerbare Energien ersetzen 
  • Dekarbonisierung von stadteigenen Bauten 

 

Mehr erfahren zum Thema Netto-Null Treibhausgase der Stadt ZürichMehr erfahren zum Thema Netto-Null Treibhausgase der Stadt Zürich

 

Kreatives Engineering hat Zukunft!

Die Herausforderungen auf allen Ebenen sind sehr gross; umso wichtiger sind Vorreiterprojekte, wie dasjenige der FGZ. Sie beweisen, dass kreatives Engineering Zukunft hat und um die Energiewende zu schaffen, zwingend ist! 

Zum Schluss des Anlasses hatten die Teilnehmer Gelegenheit, in der Energiezentrale vor Ort, einen Einblick in den innovativen Ansatz des Anergienetzes und die damit verbundene technische, aber auch strategische Komplexität zu erhalten. 

 

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