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Foto: OOS AG

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Foto: Michael Egloff

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Medizincampus Davos

Das Areal der Hochgebirgsklinik in Davos wird seit 2016 laufend modernisiert und erweitert. Aktuell werden die Personalhäuser im südlichen Teil des Areals realisiert. Anex ist für die Planung und Betreuung der Gebäudetechnik zuständig.

«Ich erlebe Anex als innovatives, kollaboratives Unternehmen. Wir arbeiten über alle Projektphasen von der Machbarkeit bis zur Detailplanung – egal ob Neubau, Sanierung oder Infrastrukturprojekt – mit Anex zusammen.»

Jan Gloeckner
dipl. Architekt ETH, Partner, OOS AG

In Davos Wolfgang entsteht ein internationales Kompetenzzentrum für Forschung, Behandlung und Ausbildung mit Fokus insbesondere in den Bereichen Allergologie und Kardiologie. Neben der Sanierung der bestehenden Infrastruktur wurden bzw. werden Neubauten für die Bereiche Forschung, Logistik, sowie Restauration und Therapie errichtet. Nach dem Abschluss des zweiten Forschungsgebäudes wird aktuell die Realisierung der Personalhäuser vorangetrieben. Sie sollen im Jahre 2027 der Bauherrschaft übergeben werden. 

Von der renovationsbedürftigen Klinik zum ersten Forschungsgebäude

Das Areal war in einem verkommenen Zustand, als 2016 die Sanierung der Patientenzimmer im Hauptgebäude der Klinik und die Planung des neuen Forschungsgebäudes (Campus) den Grundstein für die Entwicklung des Areals legten. Das Erdgeschoss des Campus-Neubaus wurde als Begegnungsort geplant, in den darüberliegenden Stockwerken wurden die Büros und Labore integriert. Die Nutzung der Labore erforderte einen hohen Anteil an Lüftungs- und Kältetechnik, welche ihren Ursprung in der Technikzentrale im Untergeschoss fanden. Im Jahr 2019 konnten die Mieterinnen und Mieter ihre Arbeitsplätze im neuen Campusgebäude beziehen.

Die haustechnische Infrastruktur im Fokus

Mit der Schlüsselübergabe für das Campusgebäude in 2019 begann auch die Bereinigung der Infrastrukturen, die bis heute andauert. Das Klinikareal, das sich seit 1901 stetig verändert hat und organisch gewachsen ist, bietet viel Potenzial für Optimierungen. So galt es beispielsweise, die Kaltwassererschliessung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und mittels Ringleitungssystem um das Areal herum zu vereinfachen. Gleichzeitig wurde auch die Trassenführung der Elektroerschliessung optimiert und für spätere Neubauten vorbereitet.

Ein Neubau für das kulinarische und körperliche Wohlbefinden

Im Jahr 2021 stand die Gesamtsanierung des Hauptgebäudes der Hochgebirgsklinik auf dem Programm. Sämtliche Patientenzimmer wurden saniert und die haustechnischen Installationen im Gebäude in Schuss gebracht. Im Untergeschoss, dem rückwärtigen Bereich des Gebäudes, entstanden neben Garderoben für die Mitarbeitenden auch eine Wäscherei. Gleichzeitig startete die Planung und Realisierung für den Neubau der Gastronomie und Therapie. Da dieser direkt vor dem Hauptgebäude platziert wurde, das den Empfang beherbergte, konnte auch die Empfangssituation neu ausgestaltet werden. Der im Herbst 2022 bezogene Neubau verfügt über eine grosse Küche mit zugehörigem Speisesaal und über einen Therapie-Bereich mit eigenem Wellness-Bad. 

Mit dem zweiten Forschungsgebäude in die Zukunft  

Während der Abschlussphase des Gebäudes für die Restauration und Therapie stand bereits der nächste Neubau im Fokus. Auf dem nord-östlichen Teil des Areals wurde das zweite Forschungsbgebäude in Angriff genommen. Das vierstöckige Gebäude verfügt über zwei Laborgeschosse im unteren Bereich und zwei Bürogeschosse darüber. Im rückwertigen Bereich des Erdgeschosses liegt die gesamte Technik, welche das komplette Gebädue mit den notwendigen Medien versorgt. Im Herbst 2024 wurde das zweite Laborgebäude feierlich eingeweiht und der nächste Meilenstein auf dem Medizincampus damit vollendet. 

Nachhaltige Wärme aus regionalem Holz

Ein weiteres Kapitel dieser Arealentwicklung bildet die neue Hackschnitzelheizung, welche im Untergeschoss des Logistikneubaus realisiert wurde. Sie ersetzt die alte Ölheizung und versorgt den Medizincampus künftig mit nachhaltiger Energie aus regionalem Holz. Damit wird nicht nur der CO2-Ausstoss reduziert, sondern auch die Versorgungssicherheit gesteigert. Besonderes Augenmerk wurde auf die Emission gelegt: Auf einem Medizincampus ist saubere Luft essentiell, weshalb ein hocheffizientes Filtersystem installiert wurde, das Feinstaub zuverlässig zurückhält. Die Anlage entstand parallel zu weiteren Bauprojekten vor Ort. Insbesondere die Umschaltungsarbeiten auf das neue System fanden dann bei laufendem Betrieb statt. Dies erforderte ein hohes Mass an Koordination und Kommunikation zwischen dem Betrieb und dem Planungsteam, um den Tagesbetrieb möglichst nicht zu beeinflussen.

In enger Zusammenarbeit mit OOS Architekten ans Ziel

Anex war für die Planung der Gebäudetechnik vom Konzept bis zur Realisierung verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit OOS Architekten wurde das Gebäudemodell nach der BIM-Methodik aufgebaut. Zentrale Herausforderung, speziell auch für die Gebäudetechnik, war die Nutzungsvielfalt mit komplexen Anforderungen des Campus als Bildungscampus, Forschungslabor und Büro.  

Auftraggeber

OOS AG und Ralbau AG

Projektdauer

2017 - 2027

Leistungsumfang Anex Ingenieure AG
  • Planung HLKSE/GA
  • Räumliche und technische Koordination
  • Werkleitungs- und Infrastrukturplanung HLKSE/GA
  • Energieerzeugungsanlage
Resultate
  • Reduktion der Betriebskosten durch optimal abgestimmte Gebäudetechnik
  • Flexibles Gebäudetechnikkonzept, welches an zukünftige Nutzungsänderungen angepasst werden kann
Mitarbeiter und Planungspartner
Sven Treichl

Gesamtprojektleitung

Bruno Weise

Projektleiter Elektro, Projektleiter Elektro, Gesamtprojektleitung Stv.

Luca Moretti

BIM-Manager

Andrin Noel Gorges

Lüftung / Koordination

Vanessa Basler

Heizung

Franc Josef

Projektleitung Hackschnitzelanlage


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