23. Juni 2023

Dampf für die Produktion bei Steinfels

Nach einer rund zweijährigen Bauzeit nimmt die neue Produktionshalle Mitte Juni ihren Betrieb auf. Für die Energieversorgung der Anlage sorgt Dampf aus der nahegelegenen KVA.

Mit der Inbetriebnahme des Neubaus kommt das rund dreijährige Industrieprojekt auf dem Steinfelsareal in Winterthur zu Ende. Betrieben wird die Produktionsanlage der Schweizer Reinigungsmittel- und Kosmetikaherstellerin mit Dampf aus der nahegelegenen Kehrichtverbrennungsanlage. Dieser wird in unterschiedlichen Prozessen, wie beim Erhitzen der Substrate, eingesetzt. Der Bau der neuen Dampfanlage erforderte viel Fachwissen und eine vorausschauende Planung.

Mobile Dampfanlage als Zwischenlösung 

Da die Produktion im alten Gebäude während der gesamten Bauphase weiterlief, mussten in einer ersten Etappe die Leitungen der Dampfversorgung neu verlegt werden. Diese wären sonst dem Neubau in die Quere gekommen. Zu diesem Zweck kam eine mobile Dampfzentrale zum Einsatz, die die Versorgung der bestehenden Anlage sicherstellte. Am 20. April 2023 konnte die mobile Dampfzentrale wieder demontiert und die bestehende Produktionshalle sowie der Neubau erfolgreich an die neuen Leitungen angeschlossen werden. Als letzte Etappe steht nun die Inbetriebnahme des Neubaus Mitte Juni an. 

Inbetriebnahme und Unterhalt der Dampfanlage

Mit der Übergabe der Dampfanlage an Steinfels beginnt die rund halbjährige Aufbau- und Testphase, bevor die Produktion im Neubau ihren Betrieb aufnimmt. Kurt Weiss ist Projektleiter für Industrieprojekte bei Anex und spezialisiert auf das Thema Dampf. «Interessant bei Projekten mit dampfbetriebenen Prozessen ist, dass sich die Kundschaft in der Regel sehr gut mit der Technologie auskennt», sagt der erfahrene Ingenieur. Tatsächlich erfordert der Betrieb, Unterhalt und die regelmässige Kontrolle einer Dampfanlage jede Menge Fachwissen. «Dass unser Kunde die Komplexität der Materie kennt, ist ein grosser Vorteil. Dieser Austausch auf Augenhöhe war für das Projekt sehr wertvoll», sagt Kurt Weiss.

Gleichzeitige Erneuerung der bestehenden Anlage

Der Neubau wird in erster Linie die Konfektionierung und die Verpackung sowie eine Neutralisierungsanlage im Untergeschoss beherbergen. Damit aber auch die Herstellung für die Zukunft gerüstet ist, waren einige Erneuerungen am bestehenden Gebäude notwendig. Markus Iten, Projektleiter Sanitär,  sorgte dafür, dass sich die unterschiedlichen Vorhaben nicht gegenseitig blockierten. «Besonders die Personalressourcen mussten wir mehrere Monate im Voraus planen. Jetzt, da der Neubau steht, können wir uns dem Ersatz der Wasseraufbereitung mit Chlorierung und neuem Heisswasserspeicher im Bestand widmen», sagt Markus Iten.


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