Die Alte Reithalle erstrahlt in neuem Licht

Pferde raus – Kultur rein: Im Herbst wird die Eröffnung der Alten Reithalle als neues Kulturhaus in Aarau gefeiert. Die Bauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Jetzt, während den Sommermonaten, wird die Theatertechnik eingerichtet und das Mehrspartenhaus auf seine Funktionsfähigkeit geprüft.

Eine anspruchsvolle Bauzeit neigt sich dem Ende entgegen. Das Resultat lässt sich sehen. Ein denkmalgeschütztes Gebäude, das die Herzen gleichermassen von Kulturschaffenden als auch Kulturkonsumenten höherschlagen lässt. Der Raum verzaubert und hinterlässt eine blasse Erinnerung an eine vergangene Zeit, in welcher die Kavallerie ihre Runden drehte.

Eine Halle, zwei Kerne

An beiden Raumenden, ost- und westseitig der Reithalle, sind zwei schmale «Funktionskerne» aus Beton positioniert, welche sich in den Boden der Reithalle eingraben. Im Untergeschoss befinden sich die haustechnischen Einrichtungen wie Lüftungsanlage, Heizungs- und Sanitärverteilung. Auf Erdgeschossniveau und den darüberliegenden Ebenen sind die Nassbereiche und Garderobenräume untergebracht. Entlang der beiden Längsfassaden ist eine umlaufende Wandböschung aus Holz vorgelagert, welche als Lüftungs- und Medienkanal dient und die Reithalle mit Frischluft versorgt.

Strapazen, die sich gelohnt haben

Im September 2020 starteten die HLKS-Installationsarbeiten. Nichts entsprach der Norm. Der Umbau der Alten Reithalle erzählt eine Geschichte, die geprägt war von Prototypen und Spezialanfertigungen, von unzähligen Höhen und Tiefen und von einem herbeigesehnten Ausgang – die grosse Eröffnungsfeier im Oktober, die niemand verpassen möchte.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten treffen wir Andreas Stucki, Gesamtprojektleiter bei Anex, auf ein zweites Gespräch und fragen nach, wie es ihm als Fachbauleiter die letzten Wochen und Monate auf der Baustelle in Aarau ergangen ist.

Wie geht es Dir nach dem Abschluss der Bauarbeiten?

Ich bin froh, dass die hektische Zeit der Abschlussphase vorbei ist. Ich bin aber auch zufrieden mit dem Ergebnis.

Was ist das Besondere am haustechnischen Konzept der Alten Reithalle?

Die neue Nutzung der ehrwürdigen Reithalle verlangt nach flexibel funktionierenden Haustechnik-Anlagen. Das denkmalgeschützte Gebäude forderte einen ästhetisch gut integrierten und dennoch modernen Um- und Ausbau. Wir haben es geschafft, die alten Gemäuer mit zeitgemässer Technik für die vielfältigen Anforderungen der Zukunft fit zu machen.

Was bleibt Dir in guter bzw. in weniger guter Erinnerung?

Die ungewöhnlichen Vorgaben der Architektur und der Materialisierung stellten höchste Anforderungen an die Ausführungspräzision. Etliche Spezialanfertigungen und ungewöhnliche Montageabläufe waren erforderlich. Zusätzlich mussten wir stets den engen Terminrahmen einhalten. Rückblickend stiessen wir ab und zu an die Grenzen des Machbaren.

Die Alte Reithalle ist ein historisch wertvolles Gebäude. Welche Erkenntnisse ziehst Du aus diesem Umbau?

Viele wertvolle Erfahrungen für die nächsten Umbauprojekte. Umbauten, gerade von denkmalgeschützten Gebäuden, sind nicht zu 100% planbar. Deshalb müssen alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen. Mit einer guten Mischung aus Erfahrung, Flexibilität, Kompetenz, Kreativität und gutem Willen, haben wir die hohen Ziele erfolgreich gemeistert – ein tolles Ergebnis!

Haben Sie Fragen zum Umbau der Alten Reithalle?

Wenn Sie ausführlichere Angaben oder Fragen zum Projekt haben, gebe ich Ihnen gerne Auskunft.

Andreas Stucki
Gesamtprojektleiter / Qualitätsmanager

Eidg. Dipl. Techniker HF Sanitär


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