Circulago - Zuger Seewasserenergie-Projekt erhält mediale Präsenz

Das Projekt «Circulago» in Zug, welches von dem lokalen Energieversorger WWZ AG realisiert wird, erhält mediale Präsenz in der SRF Tagesschau vom 15.07.2019.

Das Bedürfnis nach künstlicher Kälte in der Schweiz werde zukünftig exponentiell ansteigen und Klimaanlagen fressen dabei sehr viel Strom, heisst es im Beitrag der SRF Tagesschau. Hinzu komme die Verfolgung der Energiestrategie 2050, mit welcher ambitionierte CO2 Reduktionsziele erreicht werden sollen. Die Kühlung mit Seewasser stelle eine ressourcenschonende und CO2 neutrale Lösung ohne bedenkliche Wirkung auf die Seeökologie dar. Das Seewasser bleibt in der Tiefe, trotz variierender Aussentemperatur, zwischen 4-7° C, womit die Haushalte zukünftig im Sommer gekühlt und im Winter beheizt werden - und dies CO2-frei.

So funktioniert’s

Die Energie für Circulago stammt aus dem Zugersee. Über eine unterirdische Leitung, 400 Meter vom Ufer entfernt und aus einer Tiefe von 25 Meter, gelangt das Seewasser in einem geschlossenen Kreislauf zur Seewasserzentrale. Dort übergibt ein Wärmetauscher die erzeugte Energie an einen zweiten Kreislauf. Das entnommene Seewasser gelangt wieder zurück in den See - es zirkuliert. Ein unterirdisches Verteilnetz erstreckt sich über die gesamte Stadt Zug und leitet die Energie an «Quartierzentralen» weiter. An diese Zentralen sind wiederum kleinere und grössere Wärmenetzte angeschlossen, die Endverbraucher mittels Wärmeübergabestation mit Energie versorgen. Energie für Heizung, Warmwasser, Klimakälte und Serverraumkühlung – erneuerbar und regional.

Ökologisch sinnvoll

WWZ strebt mit dem Projekt eine Reduktion von 25‘000 Tonnen CO2 jährlich an. Dies ganz im Sinne der 2000-Watt-Ziele der Stadt Zug. Die Wärme stammt zu 75 Prozent und die Kälte zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, ohne negative Auswirkungen auf unsere Umwelt. 

Eine Studie der EAWAG bestätigt, dass Circulago aufgrund des enormen Energiepotenziales des Zugersees einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Seetemperatur hat.

anex Ingenieure ist verantwortlich für die Fachplanung und die Bauleitung der Anlagen. Im Juli 2017 wurde mit den Bauarbeiten für die Seewasserzentrale begonnen, der aktuelle Stand der Arbeiten entspricht dem dem Projekt Terminplan.