Energiesimulationen

Die dynamische Gebäudesimulation dient als interdisziplinäres Instrument zur Optimierung des Gebäude- und Energiekonzepts, wobei ein digitales Modell (BIM-kompatibel) die Grundlage bildet. Das Modell erzeugt ein möglichst realitätsnahes Abbild der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik und berücksichtigt auch Einflussfaktoren wie das Nutzerverhalten oder die Klimabedingungen. So fliessen zum Beispiel die Raumnutzung durch Personen, die Betriebsdauer von Geräten, die Wärmespeicherung oder äussere Faktoren wie die Sonneneinstrahlung und die Meteodaten in die Simulation ein. Aus den Simulationsergebnissen können resilientere Gebäude- und Energiekonzepte abgeleitet werden, welche besser auf Veränderungen wie z.B. den Klimawandel reagieren können.

Dienstleistungen Energiesimulationen

  • Berechnung von Jahreswerten in stündlicher Auflösung, u.a.:
    - Heiz- und Kühlleistungen zur Dimensionierung der Heiz- und Kühlanlage
    - Raumtemperaturen und Luftqualität zur Beurteilung des Raumkomforts (z.B. Überhitzungsgefahr, Notwendigkeit einer Lüftung überprüfen)

  • Berechnung des Klimakältebedarfs und sommerlicher Wärmeschutznachweis nach SIA 180:2014

  • Sensitivitätsanalyse: Vergleich unterschiedlicher Gebäudetechniklösungen, Gebäudekonzepte oder Bauweisen. Quantifizierung des Einflusses des Nutzerverhaltens oder des Aussenklimas auf den Energiebedarf und den Komfort

  • Anlagesimulation als Grundlage für die Herstellung des Energiekonzepts, die Dimensionierung der Gebäudetechnik und die Bestimmung der optimalen Regelung

Bauphysik

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Die Bauphysik ermöglicht ein besseres Verständnis des Gebäudeverhaltens in Bezug auf Wärme, Feuchtigkeit, Komfort, Luftqualität und Tageslicht. Unter Einbezug der Bauphysik lassen sich Gebäude entwickeln, die nachhaltig sind, sich durch einen geringen Energiebedarf auszeichnen und trotzdem eine hohe thermische Behaglichkeit aufweisen.

Dienstleistungen Bauphysik

  1. Abgabe des Energienachweises: Definition des Dämmperimeters, der Energiebezugsfläche und der Zonenanforderungen, Zusammenstellung eines Bauteilkatalogs, Berechnung der Wärmebrücken, Berechnung des Heizwärmebedarfs gem. SIA 380/1 (mit dem Programm Lesosai) und Ausfüllen der EN-Formulare für die Baueingabe

  2. Komfort & Energie: Optimierung der thermischen Behaglichkeit, Nutzung der natürlichen Kühlung, Optimierung der Wärmespeicherfähigkeit im Gebäude, Reduktion der Überhitzungsgefahr im Sommer und Beurteilung des Kaltluftabfallrisikos

  3. Feuchteschutz: Beurteilung der Kondensationsgefahr, Berechnung der Dampfdiffusion (mit dem Programm Lesosai) und Empfehlungen für die Materialauswahl (Dampfsperre, Abdichtung usw.)

  4. Bauökologie: Tageslichtberechnung, Berechnung der grauen Energie und Umweltbelastungspunkte (mit dem Programm Lesosai), Empfehlungen für die Materialauswahl

Bestandsanalysen

Wohnbauten – besonders aus der Bauperiode von 1946 bis 1980 – weisen aus heutiger Sicht energetische Mängel auf. Diese sind zurückzuführen auf keine oder ungenügende Dämmung der Gebäudehülle, Wärmebrücken oder veraltete Gebäudetechnikanlagen. Eine Bestandsanalyse aus energetischer Sicht ist eine sinnvolle Methode den heutigen Energieanforderungen und Komfortansprüchen gerecht zu werden.

Dienstleistungen Bestandsanalysen

  1. Beurteilung bestehender Gebäude und Anlagen aus energetischer Betrachtung

    • Begehung mit Wärmebildkamera und Drohnenaufnahmen

    • Messungen der Lufttemperatur und -feuchte

    • Zustandsanalyse Gebäudehülle und Gebäudetechnik

    • Berechnung Energieverbrauch des Ist-Zustands

  2. Definition und Vergleich von Erneuerungsvarianten zur Gebäudetechnik in Abhängigkeit des Gesamtsanierungskonzeptes (z.B. Gebäudehülle)

  3. Entwicklung eines Massnahmepaketes zur energetischen Sanierung abgestimmt auf die Portfoliostrategie und in Hinsicht auf ökonomische und ökologische Faktoren

    • Berechnung der CO2- und Energieeinsparung

    • Wirtschaftlichkeitsberechnung von neuen Lösungen

    • Berechnung des zukünftigen Energieverbrauchs gem. Sanierungsvarianten